Achtziger
Campus
Erstes Mal
Klimapolitik

Wann wurde der erste siegreiche Admiral in Branntwein eingelegt? Wann wurde die Zahnbürste von Dr. Best erfunden, wann der Nordpol entdeckt, das Matterhorn bezwungen, der Mount Everest ohne Sauerkraut bestiegen, wie hieß der erste Warmduscher, welchem US-Schauspieler wurde von einem Alligator die Brustwarze abgebissen? Wann entstieg Godzilla dem Pazifik, wer hatte den ersten Blues? Wann wurden die erogenen Zonen entdeckt, wann das Kap Hoorn, wann der Dieselmotor, wann das erste Gebetbuch für Hunde? Wann war die Welt eigentlich noch in Ordnung?

Damals, als die Herren der Maschine – die Ingenieure – noch dem Weltgeist die Richtung wiesen; als man noch Faustball und Feldhandball spielte (Berlin ’36!!); als Geschichte noch von Erfindern, Tüftlern, Abenteurern, Nordpolbezwingern, Max Grundig, Staatslenkern, Diplomaten, Automobilisten, Fabrikkapitänen, tapferen Generälen, unbändigen Geistesheroen, roten Baronen (v. Richthofen), Tennisbaronen (v. Cramm), Kartoffelhelden (Fritze Zwo), Kolonialherren, Strategen aller Art »gemacht« wurde – kurz: von großen Männern und Frauen.

Die Menschheit schuf gewaltige Werke in Wirtschaft und Produktion. Hinter den Kräften und den nie erlahmenden Energien der Motoren und Turbinen stehen stets schöpferische Menschen: Techniker, Ingenieure, Wirtschaftler. Wer das Schöpferische der Pioniere in seinem Wesen erfassen will, der muß ihr Werk zunächst einmal in seiner Einzigartigkeit erfassen. Den Erfindungen, Gründungen und Einrichtungen wohnt eine eigene Gewalt inne. Ideen wollen ins Werk gesetzt werden, sie warten gleichsam auf Verwirklichung, und sind sie als Sämling erst einmal aufgegangen, wollen sie weiterwachsen und sich ausdehnen. »Dampfmaschinen sind nicht zu dämpfen«, sagt der Techniker-Volksmund, und er hat recht. Aufgaben stellt das Leben immer, eine reicht der anderen die Hand. Andererseits aber ist das, was Menschen schaffen, nicht nur menschliche Leistung, sondern auch das Werk eines Höheren. Zum selbstbewußten Ich gesellt sich das überbewußte Es. »Nicht ich denke, sondern es denkt in mir«, hat G. C. Lichtenberg einmal gesagt. Aber diesen Aspekt lassen wir hier mal außen vor. Nur soviel: Man glaube nicht, eine Pioniertat beginne mit einer Eingebung von oben, die alles besorgt! Schöpferische Ideen schneien nicht wie Schneeflocken ins Zimmer, wenn man nur das Fenster offenhält. Nichts gibt es in der Welt umsonst, alles will durch Leistung und Fleiß erkauft und erarbeitet sein. Den schöpferischen Menschen, den es in der Wirtschaft und Technik gibt wie auf dem Schlachtfeld, in der Wissenschaft und in der Kunst, in seinem Wesen zu erkennen, seine Aufgaben und Pflichten aufzuzeigen, das ist unser Anliegen.

 

„Besonders reizvoll“ (Ulrike Metz, junge Welt)
„Buchtipp für Angela Merkel“ (Welt am Sonntag)
„Zur Anschaffung empfohlen“ (EKZ-Informationsdienst)

Gerald Fricke/Frank Schäfer: Für alles gibt’s ein Erstes Mal.

Area Verlag, Augsburg 2006.
Hardcover, 320 S.

ISBN 3-89996-712-7

"Der Klassiker des unnützen Wissens als erweiterte Neuausgabe!"

Originalausgabe: Hoffmann und Campe, Hamburg 1999

ISBN 3-455-10387

 

 

 

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