Achtziger
Campus
Erstes Mal
Klimapolitik

Die These lautet: Die Verhandlungssache Umwelt in der gespaltenen Weltgesellschaft der neunziger Jahren (vom ‚Erdgipfel‘ in Rio 1992 bis zum Klimaprotokoll von Kyoto 1997) ist am Beispiel der Wechselwirkungen von internationaler und lokaler Klimapolitik – von der UNO-Konferenz bis zum Lokalen-Agenda-21-Prozeß vor Ort (hier am Beispiel des Bundeslandes Niedersachsen) – trefflich zu konkretisieren.

Auf der Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro sollte zu Beginn der „freundlichen“ neunziger Jahre, eine neue Phase weltweiter friedlicher Zusammenarbeit zur Bearbeitung der Umweltprobleme eingeläutet werden. Doch zeigt sich, dass die Kumulation unterschiedlichster Umweltschädigungen nicht aufgehalten worden ist. Die offensichtlichsten Beispiele für die Ausweitung und Intensivierung gegenwärtiger Umweltprobleme sind die Erderwärmung und die Ausdünnung der Ozonschicht.

Das zentrale Erkenntnisinteresse der Arbeit besteht vor diesem Hintergrund darin, der Frage nachzugehen, wie sich die Verhandlungssache Umwelt seit den frühen siebziger Jahren – dem Beginn internationaler Umweltpolitik - am Beispiel der „glokalen“ Klimapolitik beschreiben und, soweit möglich, erklären lässt.

Das Vorgehen unterscheidet sich analytisch von der Mehrzahl der Arbeiten, die Erklärungen über die Strukturierung der Klimapolitik - interpretiert als ein sich entwickelndes „Klima-Regime“ - durch den Vergleich mit anderen „internationalen Umwelt-Regimen“ suchen. Methodisch wird keine strikte Trennung von Theorie und Empirie vorgenommen. So können anhand der globalen und lokalen Klimapolitik Veränderungen und Umbrüche der Weltpolitik der neunziger Jahre „besser“ diskutiert werden.

 

Gerald Fricke:
Von Rio nach Kyoto.

Verhandlungssache Weltklima: Global Governance, Lokale Agenda 21, Umweltpolitik und Macht, Köster, Berlin 2001.

ISBN 3-89574-435-2

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Siebziger
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